Neues Leben in alten Mauern

In ZĂĽrich und Winterthur werden Anfang November zwei stillgelegte Industriehallen zu kulinarischen Hotspots. An beiden Standorten setzt das Provisorium Eatery auf Streetfood.
Veröffentlicht: 22.10.2019
Bald kommen die Gäste: In der SBB-Werkstätte in Zürich nimmt am 14. November das Provisorium Eatery seinen Betrieb auf.

«Perfekt für alle Gesellschaften, die sie nicht auf ein Restaurant einigen mögen.»

Auf dem Landis+Gyr-Areal in Zug lancierte Pointbreak Events mit dem Freiruum eine der grössten Zwischennutzungen der Schweiz. Jetzt verwandelt die Marketing- und Eventagentur zwei ausrangierte Industriehallen in Zürich und Winterthur zu kulinarischen Hotspots. Am 7. November wird die Winterthurer Lokstadt um eine Attraktion reicher: In der stillgelegten Lokstadt-Halle Habersack nimmt das Provisorium Eatery seinen Betrieb auf. Auf über 1000 Quadratmetern locken ein Bistro, drei Bars, zwölf verschiedene Foodtrucks und -stände sowie ein Marktplatz mit Kunsthandwerk und Geschenkartikeln. Die winterlich dekorierte Industriehalle beherbergt auch verschiedene Bühnen, die lokale Künstler bespielen werden. «Von Musik über Kunst bis zu Comedy ist alles dabei», sagt Kim Grenacher von Pointbreak Events. Ausserdem wird der beliebte Fondue-Stall vom Archplatz umsiedeln und in der Eatery seine neue Heimat finden. Er bietet Käsefans über sieben verschiedene Fondue-Variationen sowie Käse- und Fleischplatten. Das gastronomische Angebot der Winterthurer Eatery präsentiere sich winterlich-rustikal, sagt Grenacher: «Da dürfen Klassiker wie Flammkuchen, Raclette oder Burger nicht fehlen. Wir sind mit lokalen Anbietern im Gespräch, das definitive kulinarische Programm steht Ende Monat.»

Die SBB-Werkstätte in Zürich war bis vor kurzem in Betrieb. Bevor Ende Januar 2020 die Bagger zum Umbau einfahren, wird das Gelände als Pop-up-Restaurant erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Stillgelegte Industriehallen neu beleben: Der Freiruum in Zug, eines der grössten Zwischennutzungsprojekte der Schweiz, wird ebenfalls von der Marketingagentur Pointbreak betrieben.

Auf Gourmet-Streetfood setzt demgegenüber die Eatery Zürich, die ihre Tore eine Woche später öffnen und in der SBB-Werkstätte unweit des Letzigrundstadions einziehen wird. «Diese Location ist ein spannendes Gebäude», sagt Grenacher, «bis vor kurzem wartete die SBB hier ihre Züge. Auf nächstes Jahr ist der Umbau der Halle in Ateliers geplant, bis dahin wird sie mit der Eatery erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.» Mit dem gastronomischen Konzept für die Zwischennutzung habe man Creative Events verpflichtet, einen Veranstaltungs- und Cateringspezialisten aus Zürich, der in der Halle zehn Foodtrucks und Essensstände betreiben werde. «Zum Angebot gehören etwa verschiedene Risottovariationen, Gourmetsalate oder Spezialitätenkäse», sagt Grenacher. Während das Bistro der Eatery in Zürich allen Gästen zugänglich ist und ihnen Apéros, Glühwein und Snacks anbietet, ist der Zutritt in die Foodhalle mit einer Pauschalgebühr von 75 Franken verbunden. Im Gegenzug kann sich der Gast durch alle zehn Stände essen. «A discretion und solange er will», sagt Grenacher. «Dieses Angebot ist perfekt für alle Gesellschaften, die sich nicht auf ein Restaurant einigen mögen.»

Während die Eatery Zürich ihre Zelte Ende Januar wieder abbrechen muss, weil im Areal die Bagger einfahren, wird das Angebot in Winterthur möglicherweise fortgeführt, zumal die Lokstadt zum Begegnungszentrum werden soll. «Ob und in welcher Form wir bleiben können, steht in den Sternen», so Grenacher, «noch ist nichts spruchreif. Vorerst freuen wir uns, die Halle bis Ende Februar bespielen zu dürfen.»

Die Eatery Winterthur eröffnet am 7. November an der Zürcherstrasse 39 in 8400 Winterthur. Jeweils von Donnerstag bis Samstag von 17 Uhr bis Mitternacht erwartet Gäste ein vielfältiges Kulinarik- und Kulturangebot. Am 14. November zieht an der Hohlstrasse 400 in 8048 Zürich die Eatery Zürich nach. Sie empfängt Gäste von Donnerstag bis Samstag ab 12 Uhr bis Mitternacht. Informationen zu beiden Angeboten gibt es hier.



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