02.04.2025 Salz&Pfeffer Ausgabe 1/2025

Ein grandioser Sieg

Text: Anja Steiner – Fotos: z. V. g.
Das Team des Basler Unispitals geht als Gewinner der Swiss SVG-Trophy 2025 hervor. In Sachen Teamwork und Kreativität können sich aber alle Teilnehmenden kräftig auf die Schultern klopfen.
Die glorreichen drei: Julien Wyss, Mongkonsak Sinkhunthot und Soho Sumiya
Team Universitaetsspital Basel DSC6716

Julien Wyss, Mongkonsak Sinkhunthot und Soho Sumiya wurden am 28. März im Campus Sursee zu den Siegern der Swiss SVG-Trophy gekürt. Das Gewinnerteam aus dem Universitätsspital Basel trat mit dem Nom de guerre «Die glorreichen drei» an.

Ebenfalls um den Titel kämpften Teams von der Residio AG in Hochdorf, vom Ensemble Hospitalier de la Côte in Morges, vom Betagtenzentren Emmen AG in Emmen, der Compass Group Suisse SA in Genf sowie von der Stiftung Campus Sursee in Oberkirch. Sicher ist: Wer sich für den einzigen Kochwettbewerb der Schweizer Gemeinschaftsgastronomie anmeldet, muss nicht nur Mut und Können, sondern auch eine tüchtige Portion Kreativität mitbringen.

Bereits zum achten Mal fand die Swiss SVG-Trophy statt. Dabei kämpften die sechs Dreierteams um die inoffizielle Schweizer Meisterschaft der Gemeinschaftsgastronomie. Um überhaupt ins Finale zu gelangen, mussten ein kreatives Drei-Gang-Menü eingesandt und dabei verschiedenste Vorgaben berücksichtigt werden. So hatte die Vorspeise zu 50 Prozent aus Gemüse oder Salat zu bestehen und musste mit einer Stärke- und Proteineinlage ergänzt sein. Der Hauptgang musste Rindfleisch, eine Stärkebeilage und zwei saisonale Gemüse enthalten oder andernfalls komplett vegan konzipiert werden. Pro Menü und Person durften die Warenkosten zwölf Franken nicht übersteigen.

Die Unterlagen wurden anonym eingereicht. Bei der Auswahl zur Finalqualifikation achtete die Jury unter anderem auf den Gesamteindruck, die Menüzusammenstellung, Kreativität und auf eine nachvollziehbare Beschreibung. Die sechs besten Teams mit der höchsten Punktzahl qualifizierten sich fürs Final. «Die Kreativität der Teams ist absolut beeindruckend. Die Gemeinschaftsgastronomie wird zu Unrecht immer noch von vielen unterschätzt», meinte Reinhold Karl, Jurymitglied und ehemaliger Küchenchef der Klinik Linde in Biel. Er und drei weitere Mitglieder des Schweizer Kochverbandes beurteilten das gekochte Menü der Finalistinnen und Finalisten. Unterstützt wird der Wettbewerb vom Schweizer Kochverband, dem Schweizer Verband für Heim-, Spital- und Gemeinschaftsgastronomie (SVG) sowie vom Hauptsponsor Pistor.

Nomen est omen: die Vorspeise namens «Aufgehende Sonne»
Nomen est omen: die Vorspeise namens «Aufgehende Sonne»
Die Dessertkreation: «Wenn Helvetia steht»
 Die Dessertkreation: «Wenn Helvetia steht»
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Siegermenü Hauptgang

Der Finaltag fand jeweils im eigenen Betrieb der einzelnen Teams statt. Neben dem strengen Berufsalltag eine solche zusätzliche Herausforderung anzunehmen, verdiene einen grossen Applaus. «Unglaublich, was die Finalisten in Sachen Teamwork leisteten. Eigentlich müssten wir dafür auch einen Preis vergeben können», so Sascha Heimann, Chef-Juror, Küchenchef und Mitglied der Wettbewerbskommission.

Das Gewinnerteam überzeugte die Jury mit einem fulminanten Menü. Die «Aufgehende Sonne», so der Name der Vorspeise, besteht aus einer gebackenen Langustine mit Kartoffel-Blinis, marinierten Weissrüben, Randenpüree sowie Vinaigrette und sieht tatsächlich aus wie eine aufgehende Sonne.

Der Hauptgang aus Kräuter-Falafel, Süsskartoffeln und Tom Kah Gai-Schaum verordnet sich eher in der asiatischen Ecke – das Gericht wurde nach der thailändischen Insel Koh Samui genannt.
«Wenn Helvetia steht» hiess das Dessert. Es bestand aus einer Schokoladenganache, Bretzeli, Bitterschokoladenbrownies und einer Vanilleglace.

Julien Wyss, Mongkonsak Sinkhunthot und Soho Sumiya dürfen sich nicht nur über Ruhm und Ehre freuen, sondern ganz konkret auch über ein Preisgeld im Wert von 3000 Franken sowie natürlich über eine Trophäe.

svg-trophy.ch