Kleinküchen für Kleinbasel

Neun Küchen unter einem Dach produzieren Gerichte aus aller Welt. Das Konzept von Klara ist inspiriert von den beliebten Streetfood-Märkten und geht im September an den Start. Die Bewerbungsfrist läuft bis Mitte März.
Text: Delia Bachmann – Foto: z. V. g.
Veröffentlicht: 13.02.2017
Lukas Riesen, Valentin Ismail, Neda Schön und Pascal Biedermann (v.l.n.r.) wollen die Clarastrasse neu beleben.

«Seit Ende Januar haben sich bereits 40 Interessenten gemeldet.»

Der Herbst verspricht spannend zu werden: Mit Klara erhält Basel einen neuen Gastronomie- und Kulturbetrieb. Auf einer Fläche von 770 Quadratmetern finden neun Kleinküchen von je zehn Quadratmetern und ein grosser Gastraum Platz. Die Küchen verfügen über eine integrierte Lüftung und sind voll ausgestattet für die Menü-Produktion. Die Mietpreise geben die Betreiber nicht öffentlich bekannt. Begleitet wird das gastronomische Angebot von einem kulturellen Programm mit Lesungen oder kleinen Konzerten. Wer eine der Küchen betreiben kann, wird in den nächsten zwei bis drei Monaten bekannt gegeben. 

Hinter dem Klara stehen die Köpfe des Projektentwicklungsbüros Denkstatt, die bereits die Umnutzung der Basler Markthalle erfolgreich über die Bühne brachten. So sitzen neben Projektentwickler Pascal Biedermann mit Valentin Ismail und Neda Schön auch zwei ehemalige Mitarbeiter der Markthalle Basel im Boot der neugegründeten Klara 13 AG. Ebenfalls mit an Bord ist Lukas Riesen von der Hinterhof AG, die ihrerseits Teil des Entwicklungsteams war. Biedermann ist als VR-Präsident nicht operativ ins Klara involviert, Ismail und Schön teilen sich die Geschäftsleitung. 

Obwohl sich die Location für ihre Pläne gut eignet, war die Wahl riskant: Die Clarastrasse gilt als Sorgenkind der Basler Stadtentwickler. Auf Denkstatt kam die Behörde zu, weil sich auf eine erste Ausschreibung für die Liegenschaft mit Hausnummer 13 niemand gemeldet hatte. Die Klara-Betreiber stellen nicht nur Plätze für Fremdanbieter zur Verfügung, sondern führen auch eine hauseigene Bar mit Kaffee, Gebäck und ausgewählten Getränken. 

«Seit Ende Januar haben sich bereits 40 Interessenten gemeldet», sagt Biedermann. Restriktive Auswahlkriterien gebe es nicht, entscheidend sei vielmehr ein guter Mix, der für Abwechslung sorgt. Eine Plattform, die sowohl etablierten Betrieben als auch Start-ups Raum gibt. Zudem sollten die Menüs, die jeweils am Mittag und am Abend angeboten werden, erschwinglich sein. Schliesslich möchten die Betreiber eine breite Zielgruppe ansprechen. 

www.klarabasel.ch
 



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