Knoblauch gegen den Klimawandel

Ein neuer Futtermittelzusatz hemmt die Bildung von Methan in Kuhm√§gen. Von Meta Hiltebrand erh√§lt das vielversprechende Produkt prominente Unterst√ľtzung.
Text: Delia Bachmann ‚Äď Foto: z. V. g.
Veröffentlicht: 15.03.2018

Die Kuh ist eine der √§rgsten Klimafeindinnen √ľberhaupt: J√§hrlich gehen sieben Prozent der Schweizer Treibhausgasemissionen auf ihr Konto. Oder rund drei Tonnen¬†CO2e pro Tier und Jahr. Damit tr√§gt sie mehr zum Klimawandel bei als ein Durchschnittsauto. Nun soll die Kuh von einem Teil des Problems zu einem Teil der L√∂sung werden.

Mit Mootral hat das Life-Science-Unternehmen Zaluvida mit Sitz in der Westschweiz einen Futtermittelzusatz entwickelt, der den Methanausstoss der Wiederkäuerin um mindestens 30 Prozent reduziert. Das patentierte weisse Pulver, hergestellt aus Knoblauch und Zitrusextrakten, kann herkömmlichem Tierfutter problemlos beigemischt werden.

Bei einem Mittagessen im Z√ľrcher Restaurant Le Chef von Meta Hiltebrand wurde Mootral gestern den Medien vorgestellt. Von der Idee ¬ęmit K√ľhen die Welt zu retten¬Ľ zeigte sich die 35-j√§hrige Fernsehk√∂chin begeistert. F√ľr die G√§ste kochte sie ein ¬ęklimafreundliches¬Ľ¬†Drei-G√§nge-Men√ľ mit Mootral-Fleisch: Rindsfilet-Carpaccio, Tatar und zum Schluss ein kurzgebratenes Entrecote. Alles zur√ľckhaltend gew√ľrzt, damit der Eigengeschmack des Fleischs zum Tragen kommt: ¬ęFakten sind nicht unbedingt meine Spezialit√§t, sondern der Geschmack.¬Ľ Tats√§chlich war kein Unterschied zum Fleisch von herk√∂mmlich gef√ľtterten Rindern erkennbar.

Die Fakten¬†lieferten sodann von Professor Gerhard Breves, Direktor des Physiologischen Instituts der Tier√§rztlichen Hochschule Hannover sowie wissenschaftlicher Beirat bei Mootral und Dr. Oliver Riede, der bei Zaluvida die wissenschaftliche Zusammenarbeit leitet, nach. W√§hrend sich also die G√§ste √ľber ihr Entrecote, serviert mit getr√ľffeltem Randenp√ľree, frischem Rucola und Mootral-Portweinjus hermachten, referierten die beiden √ľber die mikrobiellen Vorg√§nge in den M√§gen von K√ľhen. Allen voran¬†√ľber den Pansen, den gr√∂ssten der Vorm√§gen, wo die methanbildenden Mikroben zu Hause sind, die durch Mootral verringert werden. Schnell wurde klar: Das Verdauungssystem von Wiederk√§uern ist komplex und das scheinbar simple Produkt das Ergebnis jahrzehntelanger Forschungsarbeit.¬†



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