Neue Ausbildung mit vielen Goodies

Mit Roast & Host lanciert der Gastrolehrverbund Zürich eine Ausbildung in Küche oder Service. Gelockt wird unter anderem mit einer grossen Vielfalt.
Text: Andreas Bättig – Foto: z. V. g.
Veröffentlicht: 14.06.2024
Hofft, mit der neuen Gastroausbildung etwas gegen den Fachkräftemangel beizutragen: Florian Imler, Geschäftsführer von Roast & Host.

«Unser Ziel ist es, die klassische Koch- und Servicelehre attraktiver zu machen und auf die Bedürfnisse der Jugendlichen einzugehen.»

Flexible Ausbildungsmodule, 13. Monatslohn, sechs Wochen Ferien, marktgerechte Löhne: Mit diesen Goodies will der Gastrolehrverbund Zürich mit einer neuen Koch- und Servicelehre unter dem Titel Roast & Host bei den Lernenden punkten. «Unser Ziel ist es, die klassische Koch- und Servicelehre attraktiver zu machen und auf die Bedürfnisse der Jugendlichen einzugehen», sagt Geschäftsführer Florian Ilmer.

Der Clou: Ihre zwei- oder dreijährige Ausbildung absolvieren die Lernenden in verschiedenen Betrieben – von der gutbürgerlichen Stadtbeiz über das Pop-up bis zum Gourmettempel der Haute Cuisine. «So lernen sie die Vielfalt der Gastronomie mit all ihren Facetten und ihren verschiedenen Spezialisten und Spezialistinnen kennen, wie etwa Chefs de Service, Baristas oder Sommelièren kennen», sagt Ilmer. Besonders am Konzept sei auch, dass die Lernenden ihren Ausbildungsweg mitbestimmen könnten.

Brücke zwischen Betrieben und Lehrlingen
Neben der Grundausbildung werden im Rahmen von Roast & Host ausserdem Workshops zu Themen wie «Wie gehe ich mit einem cholerischen Chef um?» oder «Wie reagiere ich auf Gästekritik oder bei Belästigung?» angeboten. «Uns ist es wichtig, dass auch die Eltern das Gefühl haben, dass ihre Kinder bei uns gut aufgehoben sind», sagt Ilmer.

Der Geschäftsführer ist überzeugt, dass die neue Ausbildung auch für die Gastronomiebetriebe selbst attraktiv ist. «Wir sind die Brücke zwischen den Auszubildenden und den Restaurants, wir erleichtern den Betrieben die Ausbildung und das Recruiting und entlasten sie von administrativen Aufgaben», so Ilmer.

13 Betriebe sind an Bord
Die Ausbildung, die vom Verband Gastro Stadt Zürich entwickelt und lanciert wurde sowie zu 100 Prozent finanziert wird, startet erstmals mit zehn Auszubildenden und 13 angeschlossenen Gastronomiebetrieben. Mit an Bord sind: Bohemia, Fischerstube, Lily’s, Weisser Wind, Gartenhof, Kultur Lokal Rank, Pflugstein, Neumarkt, Ristorante Italia, Rechberg 1837, Markthalle, Josef und Degenried. Ziel sei es, so Ilmer, bald insgesamt 60 Lernende pro Jahr auszubilden. Damit könne man einen wichtigen Beitrag zur Verringerung des Fachkräftemangels leisten.

Weitere Informationen zu Roast & Host gibt es hier.



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