Vegan und siegreich

Nächstes Jahr wetteifern die besten Schokoladenkünstlerinnen und -künstler der Welt um den Titel World Chocolate Master. Seit kurzem ist klar, wer die Schweiz am Finale in Paris vertreten wird.
Text: Tobias Hüberli – Fotos: N. Lebküchner
Veröffentlicht: 01.02.2024
Der neue Swiss Chocolate Master heisst Quentin Guirao.

Der handwerkliche Teil bestand aus vier Kategorien und einem SchaustĂĽck.

Am alle drei Jahre stattfindenden World Chocolate Masters messen sich jeweils die besten Chocolatiers und Chocolatièren der Welt. Der Wettbewerb ist für diese so etwas wie der Bocuse d'Or für Köchinnen und Köche. 2018 gewann mit Elias Läderach erstmals ein Schweizer das Finale des prestigeträchtigen Wettstreits. Aktuell finden in 18 Ländern Vorausscheidungen für die World Chocolate Masters 2025 statt.

Am 30. Januar kämpften in der Chocolate Academy in Zürich zwei Schokoladenkünstlerinnen und ein Schokoladenkünstler um das begehrte Finalticket. Insgesamt hatte das Trio je fünf Aufgaben zu meistern. Zuerst musste das eigene Konzept innert drei Minuten präsentiert werden. Der handwerkliche Teil bestand aus vier Kategorien sowie einem Schaustück. Unter anderem musste eine spannende Kreation zum Teilen hergestellt werden. Ebenfalls Teil des Programms waren ein innovatives Praliné, das überrascht, sowie eine kreative Präsentationsform für Pralinés, welche die Geschichte des sogenannten Whimsical Bonbons künstlerisch darstellt. Und zu guter Letzt verlangte die vierköpfige Jury um Präsidentin Felicia Ludwig eine frische Tagespatisserie.

Nach einem intensiven – und sehr emotionalen – Arbeitstag (acht Stunden ohne echte Pause) gewann Quentin Guirao den Titel Swiss Chocolate Master. Der 30-Jährige arbeitet in der Confiserie Christian Boillat in Saint-Prex und hatte sich sechs Monate lang auf den Wettbewerb vorbereitet.

Heidi Eberhard
Jolanda Stgier
In ihrem Schaustück widmete sich Jolanda Stgier dem Thema Schachspiel.
Cassis Delight von Heidi Eberhard
Diese Kreation von Quentin Guirao heisst Pure, dazu serviert wurde ein Granite aus Kakaopulp.

Felicia Ludwig betonte Guiraos konstant hohes technisches Niveau in allen Kategorien. Mit komplett veganen und glutenfreien Rezepturen, basierend auf den zwei Hauptzutaten Couverture und Heidelbeeren, hatte er zudem einen ungewöhnlichen, aber überzeugenden Ansatz gewählt.

Auf dem zweiten Rang platzierte sich Jolanda Stgier von der Confiserie Läderach in Enneda. Sie entschied die Kategorie Schaustück für sich, in der sie sich – wie in sämtliche ihrer Kreationen – dem Thema Schachspiel widmete. Den dritten Platz belegte Heidi Eberhard von der Confiserie Bachmann in Luzern. Sie schlug mit ihrem Konzept eine (spielerische) Brücke zwischen den Ursprüngen des Kakao-Genusses in der Maya-Kultur und regionalen Produkten aus der Schweiz.

Insgesamt fanden über 100 Gäste und Zuschauer den Weg in die Chocolate Academy an der Hardturmstrasse 181. Ebenfalls anwesend waren mit Abraham Balaguer ein ehemaliger Swiss Chocolate Master sowie mit Elias Läderach ein ehemaliger World Chocolate Master. Das nächste Finale findet im Oktober 2025 in Paris statt.
worldchocolatemasters.com



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