Zu Tisch mit Österreich

An der diesjährigen Food Zurich präsentiert sich der östliche Nachbar von seiner besten Seite. In zahlreichen Veranstaltungen lassen sich österreichische Regionen wie etwa das Vorarlberg, Kärnten oder Salzburgerland auf dem Teller erkunden. Ein Überblick.
Text: Tobias Hüberli – Fotos: z. V. g.
Veröffentlicht: 07.05.2024
Foto: Daniel Waschnig

Eine Reise nach Ă–sterreich geht darum immer auch durch den Magen.
Die kulinarische Vielfalt Österreichs ist gar nicht so einfach in Worte zu fassen. Eingebettet im Herzen Europas, wirken seit Jahrhunderten diverse kulturelle Einflüsse auf das Nachbarland ein. Dazu kommt eine unvergleichliche Hingabe der heimischen Bäuerinnen und Bauern für ihre lokalen Produkte, von der Käferbohne über Bauernkrapfen bis hin zu Kletzenbrot oder Selchfleisch. Aus den mit Liebe produzierten Lebensmitteln fertigen einfallsreiche Köchinnen und Köche traditionelle, aber auch international inspirierte Gerichte. Die Alpenküche ist weit mehr als nur deftig, sondern durchaus mutig und überraschend.

Eine Reise nach Österreich geht darum immer auch durch den Magen. In den Kaffeehäusern, Buschenschänken oder Sterne-Lokalen lassen sich typische Gerichte entdecken sowie herzliche Gastgeberinnen und Gastgeber kennenlernen. Einen Vorgeschmack auf das österreichische Lebensgefühl erhalten Besucherinnen und Besucher an der diesjährigen Food Zurich. Als offizieller Partner kuratiert das Reiseland Österreich zahlreiche Events, die immer in Verbindung mit einer bestimmten Region stehen.

Gourmet-AlpenkĂĽche: Ă–sterreich trifft Schweiz
So zum Beispiel das Salzburgerland. Gesegnet mit kristallklaren Seen, tiefen Schluchten, sattgrünen Alpen und nicht zuletzt der historischen Mozart-Stadt Salzburg, treffen dort Reisende auf Kultur und eine grandiose Natur zugleich. Was das kulinarisch bedeutet, zeigt Spitzenkoch Vitus Winkler in seinem Boutique Hotel Sonnenhof in St. Veit im Pongau. In seiner bodenständigen und zugleich avantgardistischen Küche spiegeln sich die Aromen der Alpen auf wunderbare Weise. Am 12. Juni kocht Winkler in Zürich ein Vier-Hand-Dinner zusammen mit Simeon Nikolov, seines Zeichens Küchenchef im vegetarischen Restaurant Oz von Andreas Caminada.

Wasser, Luft und Erde: Die Kärntner Alpen-Adria-Küche von Hubert Wallner
Im südlichsten Bundesland Kärnten zieht derweil die reiche Kulinarik des Alpen-Adria-Raums Reisende in ihren Bann. Direkt bei den Produzierenden oder in den Almhütten und Buschenschenken warten regionale Köstlichkeiten darauf, degustiert zu werden. Ein Meister der Fusion zwischen Alpenküche und mediterranen Einflüssen ist Hubert Wallner. Anlässlich der Food Zurich zelebriert der Gault-Millau-Koch des Jahres 2020 ein exklusives Sechs-Gänge-Menü am 11. Juni, gemeinsam mit Jaimy Reisinger, die 2023 im Nachbarland zur Patissière des Jahres gekürt wurde.

Omas Backschule: Vegane Buchteln mit Powidl-Eis-FĂĽllung
Es gibt in Europa nur eine Millionenstadt, nach der eine Küche benannt wurde: Wien. Nördlich der Hauptstadt wird zudem köstlicher Wein gekeltert. Kein Wunder, wirkt die Metropole an der Donau als wahrer Magnet für ambitionierte (Spitzen-)Köchinnen und (Spitzen-)Köche. Weltberühmt ist auch die Wiener Backkunst. Ebendiese kann man an der Food Zurich in einem Kurs – zumindest ansatzweise – erlernen. Oma Susanne und Oma Ingrid – beide sind Teil des Wiener Kaffeehauses Vollpension – zeigen den Teilnehmenden am 8. Juni den richtigen Umgang mit Powidl (Pflaumenmus) und Hefeteig. Wer schon immer mal wissen wollte, wie Buchteln, Ofen- oder Rohrnudeln, richtig zubereitet werden, ist da genau richtig.

Foto: Marko Mestrovic
Kreation von Haubenkoch Vitus Winkler aus St. Veit im Pongau (Foto: Mario Stockhausen)
Vitus Winkler kocht am 12. Juni in Zürich (Foto: Mario Stockhausen).
Im Workshop von Wolfgang Maetzler lernen die Teilnehmenden, wie man man richtig einmacht (Foto: Angela Lamprecht).
Der richtige Umgang mit Powidl (Pflaumenmus) und Hefeteig will gelernt sein (Foto: Barbara Dangl/Mint n melon).
Hubert Wallner ist ein Meister der Fusion zwischen Alpenküche und mediterranen Einflüssen (Foto: Lukas Kirchgasser).
Grosse Weine bereiten grosse Freude (Foto: Marko Mestrovic).

Einkochen, Einlegen, Fermentieren: Vegetarisches Vorarlberg im Glas
Nur gerade einen Katzensprung von Schweizer Boden entfernt liegt das Vorarlberg. Wunderbar wandern lässt es sich dort, wobei auch das lustvolle Essen und Trinken nicht zu kurz kommt. In den doch langen Wintern kommt viel Eingemachtes auf den Tisch. Wie das geht, erfahren Interessierte am Fermentations-Workshop von Brigitte und Karl Kühne vom Lisilis Biohof in Meiningen. Mit dabei ist auch Spitzenkoch Wolfang Mätzler, der die einfachen Techniken am 9. Juni des Haltbarmachens aus allen Teilen des reifen Gemüses vermittelt. Die Teilnehmenden tragen dann neben hilfreichem Wissen auch Kimchi, Sugo und Aufstrich mit nach Hause.

Funky bis Orange: Ă–sterreichische Naturweine
Last but not least, erhalten auch die österreichischen Naturweine an der Food Zurich eine gebührende Bühne. Unter dem Motto: «Funky bis Orange: Österreichische Naturweine» können sechs Preziosen am 13. Juni aus dem Nachbarland verkostet werden. Stephan Bucher von der Weinhandlung Haus Österreich in Luzern lädt neugierige wie kritische Weintrinkerinnen und Weintrinker zum angeregten Austausch ein. Wer indes konventionell gekelterte Weine aus Österreich bevorzugt, findet diese (sowie einen österreichischen Überraschungscocktail) an der Bar des Festivalzentrums.

So viel Ă–sterreich gibts an der Food Zurich
Vom 6. bis 16. Juni präsentiert sich Österreich an der Food Zurich von seiner besten Seite. Ob Knödel-Workshop, Gourmet-Alpen-Menü oder aber ein Klimt Guided Painting, sämtliche Events sind ab sofort buchbar. So auch das Festival-Opening am 6. Juni im Jelmoli an dem fünf Produzentinnen und Produzenten aus dem Nachbarland den Gästen Red und Antwort stehen. Tickets und alle Infos gibts online. Dabei gilt: first come, first serve. Wer an dieser Stelle Lust auf noch mehr Österreich bekommen hat, findet weitere kulinarische Reisetipps unter austria.info.



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