Mitja Birlo ist Koch des Jahres

Seine neuen Wertungen verkündete Gault & Millau dieses Mal ab vom Schuss: zu Gast beim frischgebackenen Koch des Jahres Mitja Birlo. Der 36-Jährige wirkt im 7132 Silver seit 2018 als Küchenchef – und macht selbstbewusst sein eigenes Ding.
Text: Sarah Kohler – Fotos: Archiv Salz & Pfeffer
Veröffentlicht: 29.11.2021
Mitja Birlo hat gut lachen – nicht nur, aber auch als Koch des Jahres 2022 von Gault & Millau.

«Er kocht ungewöhnlich und ungewöhnlich gut.»

Kaum einer habe «Mister Unbekannt» Mitja Birlo auf dem Zettel gehabt, findet Gault-Millau-Chefredaktor Urs Heller – und in der Folge nurmehr lobende Worte für den 36-jährigen Küchenchef des Restaurants 7132 Silver in Vals. Der koche nicht nur ungewöhnlich, schwärmt er etwa, sondern eben ungewöhnlich gut. In der Ausgabe 2020 noch hievten die Tester des gelben Buchs den gebürtigen Berliner, der seit sieben Jahren im Bündner Bergdorf am Herd steht, als Aufsteiger des Jahres in die 18-Punkte-Liga. Für 2022 kommt der Titel Koch des Jahres obendrauf. Wir gratulieren ganz herzlich und erinnern uns an dieser Stelle noch so gern an unsere Geschichte mit Birlo, der vor ziemlich genau einem Jahr auf dem Salz & Pfeffer-Cover zu sehen war (hier gehts lang).

Birlo stand an der heutigen Präsentation der neuen Ausgabe von Gault & Millau aber nicht allein im Rampenlicht. So wurden traditionsgemäss auch die Aufsteiger gekürt, zu denen heuer gleich fünf Küchenchefs gehören: Jeroen Achtien vom Restaurant Sens im Vitznauerhof in Vitznau bekommt den 18. Punkt. Franck Pelux vom Lausanne Palace kocht neu auf 17-Punkte-Niveau, genau wie Dietmar Sawyere im The Chedi in Andermatt. Und in die 16-Punkte-Liga steigen Diego Della Schiava im Hotel The View über Lugano sowie Oscar de Matos vom Maihöfli in Luzern auf.

Auch die Entdeckungen des Jahres sind nun bekannt. Dieses Jahr entschieden sich die Tester für Niklas Oberhofer vom Restaurant Epoca by Tristan Brandt im Waldhaus Flims, der zum Start gleich 16 Punkte erhält. Für Christian Aeby vom Bieler Du Bourg, Jacques Allisson vom Jacques Restaurant in Lausanne, Federico Palladino in der Osteria Enoteca Cuntitt in San Pietro sowie Maël Gross und Christophe Genetti vom Club Alpin in Champex-Lac ob Martigny gab es neben dem Titel Entdeckung des Jahres je 15 Punkte.

Niklas Oberhofer vom Epoca by Tristan Brandt im Waldhaus Flims erhält den Titel Entdeckung des Jahres – und gleich 16 Punkte zum Start.
Christian Aeby steht im Bieler Du Bourg am Herd – neu als Entdeckung des Jahres sowie mit 15 Punkten von Gault & Millau.
Jeroen Achtien hat es im Vitznauerhof am Vierwaldstättersee in die 18-Punkte-Liga geschafft – und hält aktuell den Titel Aufsteiger des Jahres.
Gehört zu den Aufsteigern des Jahres: Dietmar Sawyere hält im The Chedi in Andermatt neu 17 Punkte.
Der aktuelle Salz & Pfeffer-Titelkoch David Heimer von Restaurant Josef in Zürich steigt bei Gault & Millau mit 15 Punkten ein.

Ein besonderes Augenmerk legte Heller in seinen Ausführungen heuer auf Zürich: Die Stadt habe nun endlich die Restaurants, die zu ihrem Selbstbewusstsein passten, so Heller. «Junge Chefs lassen sich durch unruhige Zeiten nicht bremsen und legen zu.» Einer, der stellvertretend genau dafür steht, ist der aktuelle Salz & Pfeffer-Titelkoch David Heimer (hier gehts lang). Für ihn gibt es im gelben Buch neu 15 Punkte.

Glückwünsche gehen zudem an die Gewinner der Auszeichnungen Ikone (Henri Cruchon aus Echichens), Gastgeberin des Jahres (Vrony Cotting-Julen vom Chez Vrony in Zermatt), Patissière des Jahres (Felicia Ludwig vom Ornellaia in Zürich) sowie Sommelier des Jahres (Mathieu Quetglas vom Valrose in Rougemont). Und sonst? Ganz an der Spitze verzeichnet der Gault & Millau dieses Mal keine Veränderungen: 19 Punkte halten weiterhin Andreas Caminada in Fürstenau, Tanja Grandits und Peter Knogl in Basel, Heiko Nieder in Zürich, Franck Giovannini in Crissier, Philippe Chevrier in Satigny sowie Bernard und Guy Ravet in Vufflens-le-Château. Für Didier Courten, der sich in Sierre vom Fine Dining verabschiedet hat und den Fokus inzwischen auf seine Brasserie legt, gibt es auf Anhieb 17 Punkte. 

Rekord fürs 2022
Die aktuelle Ausgabe von Gault & Millau ist heute erschienen. Mit 860 Einträgen listet sie so viele Restaurantadressen wie noch nie, dazu kommen 90 Hotels für Feinschmecker sowie eine Liste der 150 besten Schweizer Winzer. Im Rating sind dieses Mal 92 Köche aufgestiegen, 41 haben einen Punkt verloren und 91 Adressen sind erstmals aufgeführt
gaultmillau.ch



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